Daten(bank) Verbindungen

Mit gView.DataExplorer können Verbindungen zu GeoDaten Quellen verwaltet und die Daten auf einfache Weise visualisiert werden.

File basierte Datenquellen können einfach angezeigt werden, indem man zum jeweiligen Verzeichnis im Filesystem navigiert.

Bei Datenbanken müssen zuerst die Verbindungen erzeugt werden. Hier soll beispielhaft gezeigt werden, wie die Verbindung zu einer PostGIS Datenbank erstellt wird.

Bemerkung

Verbindungen, die im gView.DataExplorer erzeugt werden, stehen auch in gView.Carto beim Einfügen von Daten zur Verfügung.

PostGIS Datenbanken werden über den Knoten Databases eingebunden:

../../_images/connections1.png

Unter PostGIS werden alle bestehenden Verbindungen aufgelistet. Mit New Connection kann eine neue Verbindung angelegt werden:

../../_images/connections2.png

Nach Eingabe der Verbindungsparameter kann vor dem Anlegen noch mit Test Connection überprüft werden, ob eine Verbindung möglich ist. Nach der Bestätigung des Dialogs mit OK wird die Verbindung angelegt und erscheint in der Liste. Durch einen Doppelklick wird die Verbindung geöffnet und die Layer in der Datenbank aufgelistet.

Über die Werkzeuge im Kontextbereich der Werkzeugleiste kann eine Verbindung umbenannt oder gelöscht werden. Mit dem Button Connection String... können die Verbindungsparameter nachträglich geändert werden.

Bemerkung

Werden mit gView Carto Daten über eine Datenbankverbindung eingebunden, werden alle Verbindungsparameter in die MXL Datei gespeichert. Ein nachträgliches Ändern der Verbindungsparameter im gView DataExplorer wirkt sich nicht auf bestehende, bereits erstellte gView Carto Karten aus.

Cloud Optimized GeoTIFF (COG) über HTTP

GeoTIFF- und COG-Dateien auf einem Webserver oder in einem Object Store (S3, Azure Blob Storage) können direkt über ihre URL eingebunden werden, ohne sie herunterzuladen. Gelesen werden mit Range-Requests nur die Teile, die eine Karte braucht. Die Verbindungen liegen unter WebServices im Knoten Cloud Optimized GeoTIFF (COG).

Mit New Connection... öffnet sich ein Dialog, in dem eine oder mehrere URLs eingegeben werden, eine pro Zeile. Beim Bestätigen mit OK wird jede URL geöffnet und geprüft: Gültige Zeilen werden mit Größe, Anzahl der Bänder, Overviews und Koordinatensystem angezeigt, fehlerhafte mit der Fehlermeldung (z. B. Datei nicht gefunden, kein GeoTIFF, Server ohne Range-Unterstützung). Der Dialog schließt erst, wenn alle Zeilen gelesen werden können. Jede URL wird zu einer eigenen Verbindung; ihr Name ist der Dateiname, bei gleichen Dateinamen mit dem Verzeichnis davor (z. B. S2B_33UXP_20240824_0_L2A/TCI.tif).

Über die Werkzeuge im Kontextbereich kann eine Verbindung umbenannt oder gelöscht werden; mit URL lässt sich die Adresse ändern, z. B. für eine erneuerte vorsignierte URL. Eine Verbindung kann wie eine Rasterdatei in eine gView Carto Karte übernommen werden; in der MXL-Datei wird die URL wie ein Dateiname gespeichert.

Bemerkung

Unterstützt wird nur GeoTIFF/COG; andere Rasterformate werden über HTTP abgelehnt. Timeout, Wiederholungen und zusätzliche Header (z. B. ein API-Key) werden global im Abschnitt rasternet konfiguriert (siehe Konfiguration gView.Server, Abschnitt rasternet). Geschützte Dateien werden über vorsignierte bzw. SAS-URLs eingebunden.

Zum Ausprobieren eignen sich öffentliche COGs, z. B. aus den Open Data Beständen von AWS:

  • Copernicus DEM (Höhenmodell, Float32): https://copernicus-dem-30m.s3.amazonaws.com/Copernicus_DSM_COG_10_N47_00_E016_00_DEM/Copernicus_DSM_COG_10_N47_00_E016_00_DEM.tif

  • Sentinel-2 Echtfarbbild (RGB): https://sentinel-cogs.s3.us-west-2.amazonaws.com/sentinel-s2-l2a-cogs/33/U/XP/2024/8/S2B_33UXP_20240824_0_L2A/TCI.tif